Impression einer Sommerscene vor ca. 7000 Jahren in Platt, zur Zeit der Lengyel- Bemaltkeramik- Kultur.   Bild im Museum von Franz Gruber, Angewandte Kunst, Wien

In Platt beginnt der Nachweis an bäuerlichen Siedlungsstrukturen mit der 7400 Jahre alten Notenkopfkeramik, die zu den ältesten Kulturen in Europa zählt. Es folgt die Lengyelkultur mit einmaliger Bemaltkeramik, die Trichterbecherkultur mit einem Ensemble von 10 Gefäßen, das einzige in Österreich überhaupt und weiters mehrere Kulturen der Kupfer und Bronzezeit…bis hin zum Mittelalter!
 

Warum gerade hier?

Der urgeschichtliche Siedlungsplatz Brunnfeld in Platt ist heute noch sehr schön nachvollziehbar.

Um einen langgestreckten, fast ebenen Höhenrücken, in dessen Mitte sich nachweislich ein tiefer Teich befand, gruppierten sich die Siedlungen unserer frühen Bewohner. Dieses Gebiet wird von drei Seiten durch Ausläufer des Sandberges umschlossen und ist dadurch von starken Wettereinflüssen geschützt. Eine geradezu ideale geographische Lage, die verbunden mit dem milden pannonischen Klima augenscheinlich die Sesshaftwerdung begünstigte. Dazu ist bekannt und durch Gutachten belegt, dass sich zwischen Guntersdorf und Platt der fruchtbarste Boden in Österreich befindet. Heute werden Tonerden und Bodenproben oft mühsam wissenschaftlich analysiert, unsere Vorfahren, die Gründer der ältesten bäuerlichen Kulturlandschaften in Mitteleuropa hatten das im Gespür, quasi zwischen den Fingern. Sie lebten und überlebten ja mit der Natur in ihrer Umbebung.

Durch diese positiven Voraussetzungen angelockt, ist es leicht vorstellbar, dass sich hier die Menschen über Jahrtausende niederließen, eine Siedlungskontinuität erkennbar ist, die genau genommen bis heute anhält.

Doppelseitiges Guss- Model mit unterschiedlichen Motiven für sogenannte Stachelscheiben. Ein festlicher Schmuck der Frauen vor ca. 4000 Jahren! Ein einmaliges Fundobjekt in Österreich!

Unten: Originalabgüsse, die Sie auch manchmal im Steinzeitkeller erstehen können.