Blick vom Museum auf das Brunnfeld

 Die Kellergassen, diese malerischen Zeugen alter Weinkultur, die bis heute unsere Besucher verzaubern, waren vor vielen Jahren auch für die Familie des Verfassers eine zusätzliche Verlockung hier sesshaft zu werden. Gleichzeitig war es uns unbegreiflich und so empfanden andere Wahlbewohner genauso, dass die Schönheit der alten Driften oft durch moderne Fassaden an Authentizität verloren haben. Heute hat sich das schon ein wenig verbessert. Das Bewusstsein über das wertvolle Kulturgut, das dieses Weinviertel architektonisch so typisch und attraktiv macht in seiner Originalität zu erhalten, ist gestiegen. Einige positive Ausnahmen gibt es bereits, wo mit viel Gefühl Kellerfassaden nach alten Fotos wieder rückgebaut werden!

  Diesen Mix von Steinzeitkultur und Weinkultur mit dem Charme der Kellergassen zu vereinen, daraus sowohl ein didaktisch als auch gestalterisch interessantes Museumskonzept zu erstellen, drängte sich dem Verfasser geradezu auf und konnte nun mit dem Steinzeitkeller, spät aber doch, realisiert werden.

Die Entfernung dieser Kulturen zueinander beträgt bei uns so gerade einmal drei Schritte!

Die schöne Lage des Museum weist dazu noch eine Besonderheit auf:

Das Ende der Kellerröhre stoßt am  sogenannten "Loamberi" (Lehmberg) an. Dort hat man schon vor 7000 Jahren nachweislich die spezielle Tonerde für die Keramik abgebaut und noch vor einigen Jahrzehnten wurden dort Lehmziegel, die man an der Luft trocknete, für Wohn- und Presshäuser in Platt und Umgebung gewonnen.
Gilt es doch einerseits die Zukunft der Kellergassen zu beleben, um damit ihren Bestand zu retten und andererseits, wie unser Beispiel zeigt, um die Pflege und Erhaltung von Bodenschätzen, Spuren unserer ersten bäuerlichen Bewohner zu sichern, ein ebenso wichtiges Unterfangen.

Dazu wird die Kulturzelle „Steinzeitkeller“ einen Beitrag leisten.


Unser kleines Museum will Interesse wecken, Sie sensibilisieren für die Meisterwerke der Vergangenheit und Sie dabei mit prämierten, edlen Weinen unserer Winzer verwöhnen! 
          

 

 


 

Alt zu alt, der Steinzeitkeller ist beliebtes Ausflugsziel für Besitzer echter Oldtimer!
 
Das Rad wurde in Europa zwar schon vor etwas über 5000 Jahren erfunden, dennoch war es bekanntlich ein langer Weg bis zum ersten fahrtüchtigen Automobil.
Auf den nächsten Bildern fahren Sie mit einem fast 100-jährigen Auto mit uns ein Stück vom Museum durch die Landschaft in Platt.
Der Wagen, ein RAF Baujahr 1913 aus derReichenberger Automobilfabrik, Alpentyp- 1428, ein 4- 6-sitziger Sportwagen mit 36 PS und 3,2 Liter Hubraum.
Der stolze Besitzer dieses Veteranen ist Klaus Donschachner, der noch einige solcher „Stoneoldies“ in seinem Fuhrpark mit fachlichem Geschick wieder zum Schnaufen brachte. Gemeinsam mit Michaela Trojan – sie organisiert die Oldtimerfahrten – zählen sie bereits zu den Fans des Museums!

 ...weiter geht es zur Kellergasse "Nußwald" in Platt

 ...steil hinauf die alte Kellerdrift zur Kapelle

...und wieder zurück zum Museum