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Eine Chronologie in Kurzform über alle maßgeblich beteiligten Personen, die von der Entdeckung der Fundstellen, der wissenschaftlichen Bearbeitung, bis zur musealen Aufbereitung der Exponate im Museum mitgewirkt haben.
Auf einer Fläche von nur ca. 100 m² erfolgte die erste archäologische Grabung. Grabungsleiter: Dr. Wolfgang Neubauer und Dr. Michael Doneus (beide Univ. Wien, Institut f. Ur-Frühgeschichte u. VIAS, Institute for Archaeological Science). Michael Doneus hat maßgeblichen Anteil an der Erforschung der Kreisgrabenanlagen (Lengyelkultur) in NÖ.

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Die Grabung zeichnete sich durch internationale Beteiligung, Australien, Kanada, USA,
Frau Dr. Ruttkay u. Prof. Hnizdo |
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2001 Zweite kleine Grabung in der Flur Reitlüsse in Platt
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Wieder nur etwa 100m² - Grabungsleitung und Team gleich wie im Jahr 2000. Erneut spektakuläre Ergebnisse, diesmal aus der noch älteren Lengyelkultur mit wunderschöner Bemaltkeramik in der gesuchten hauchdünnen Eierschalenqualität. Highlights, die jedem europäischen Vergleich aus dieser Kultur standhalten können. Dazu ein selten geschlossener Befund einer Lengyel-Sommerküche, eine Art von Gemeinschaftsküche, deren rechteckiger Grundriss schräg überdacht war. Das belegten u.a. noch neun gefundene Pfostengruben. Dr.Doneus u. Dr.Neubauer und der berühmte Topf auf der Herdplatte in der "Steinzeitküche".
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Sommer 2000 u. 2001
Wochenlange Rekonstruktion durch Univ.-Prof. Hnizdo; Aufbau möglichst ganzer Gefäße aus tausenden Scherben, die bei den oben genannten Grabungen anfielen; anschließende Rekonstruktionszeichnungen. Ergebnis: Ein komplettes Keramik-Ensemble der Trichterbecherkultur vom kleinen Trinkbecher bis zur großen Ösenkranzflasche. Das einzige Ensemble aus dieser Zeit in Österreich!
Martin Fera, Student der Ur- u. Frühgeschichte, half später bei der weiteren Bearbeitung tagelang mit, konnte noch einen zusätzlichen Trichterbecher aufbauen und erfasste zeichnerisch zahlreiche Einzelstücke. Er schreibt eine wissenschaftliche Arbeit über die Trichterbecher-Kultur und war der technische Leiter bei den Grabungen. Danach folgte die weitere Rekonstruktion der wunderschönen Gefäße, Schalen, Löffel und andere Gegenstände aus der Lengyelperiode, also jener Kultur, welche die für uns so mystischen Kreisgrabenanlagen hervorgebracht hat.
Parallel zu den Grabungen der Universität Wien begannen 2001 auch die Rettungsgrabungen am zweiten großen Grabungsfeld in Platt, auf der Flur Brunnfeld. Im Bereich der neu entstehenden Siedlung, wurde das ganze Gebiet unter Denkmalschutz gestellt. Die Rettungsgrabungen führte der Verein ASINOE (BDA, Abteilung für Bodendenkmale), unter der Leitung der bekannten Prähistorikerin Dr. Barbara Wewerka, durch.
Platt wurde durch die Funde noch um einiges älter, da Stücke aus der 7400 Jahre alten Notenkopfkeramik geborgen werden konnten. Wichtig sind die Grabungen im Brunnfeld für uns zusätzlich, um mehr über die Kontinuität der bäuerlichen Siedlungsgeschichte in Platt zu erfahren.
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Von der Steinzeit bis zum Mittelalter wurden schon einige Kulturen nachgewiesen. Hervor zu heben sind unter anderem ein äußerst seltenes doppelseitiges Guss-Model für Stachelscheiben in der Bronzezeit und ein komplett gelochtes Gefäß für die Käseerzeugung aus dieser Zeit. Skelett einer jungen Frau, Siedlungsbestattung, Brunnfeld, Alter etwa 4000 Jahre
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2004-2005
Die Restaurierung der Exponate wurde hauptsächlich von Prof. Mag. Peter Gangl (Univ. f. angewandte Kunst Wien) in vorbildlicher Weise durchgeführt, einige Gefäße von Frau Mag. Dorina Petrone bearbeitet und ein Teil der Bemaltkeramik von Norbert Hofer (Institut f. Ur- und Frühgeschichte) restauriert. Das Fundmaterial von den Rettungsgrabungen wurde von Mitarbeitern des Vereins ASINOE aufgebaut.
2005 Landesausstellung Heldenberg
Die schönen Exponate der Lengyelkultur aus Platt werden auf der Landesausstellung 2005 am Heldenberg in prominenter Gesellschaft gezeigt. Dort wurden auch vom Verfasser und seinem Team von der Angewandten plastische Aufbauten von Teilen der Platter Grabungen (z.B Ausschnitte einer Keramikwerkstätte mit Kuppelofen) nachempfunden, ferner wurden noch viele weitere Szenarien von bekannten Fundorten gestaltet, wie der Brunnen in Polgar (Ungarn) oder die Kopf-Über-Bestattung in Ippesheim.
Mit 265.000 Besuchern brachte die Landesausstellung ein Rekordergebnis!
Daher wurden auch noch einige der Exponate aus Platt inklusive der Aufbauten in der Archäologie-Halle am Heldenberg belassen, um eine Besucher-Achse zum Steinzeitkeller zu gewinnen.
Dr. Neubauer mit Team übernimmt den exakten Nachbau der Steinzeitküche nach Grabungsbefunden des Jahres 2000 im hinteren Teil der Kellerröhre.
Die engagierten Keramiker Frau Mag. Olivia Weiss und Herr Mag. Jörg Altinger, beide Absolventen der Univ. f. angewandte Kunst Wien, brennen vor Ort Repliken der Trichterbecher Keramik für die Bestückung der Steinzeitküche hoch.
Konzept und Gesamtgestaltung von Univ.-Prof. Franz Hnizdo

Steinzeitküche, das ganze Gefäss noch original auf der Herdplatte! Alter: 6000 Jahre!
10. 6. 2007 um 15Uhr Offizielle Eröffnung des Steinzeitkellers, weiteres siehe unter ARCHIV
Abschließend sei hier erwähnt, dass auch bei der wissenschaftlichen und musealen Aufbereitung der Fundstücke unzählige unbezahlte Stunden am Kulturkonto zu Buche schlagen.
